
Die Mittagsblume (Aptenia cordifolia) erinnert zuweilen an kleine Astern, die sich der Mittagssonne entgegen recken. Sie liebt Licht und Wärme und sie öffnet ihre Blüten nur, wenn die Sonne scheint. An regnerischen Tagen bleiben ihre Blüten geschlossen. Von den Mittagsblumen gibt es verschiedene Arten. Sie ist auch unter dem Namen Eiskraut, Kristall-Mittag oder Eisblume bekannt. Mittagsblumen zählen zur Familie der Mittagsblumengewächse. Sie besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Deshalb werden die wirkungsvollsten der Mittagsblumen im WALA Heilpflanzengarten kultiviert. Ihre Wirkstoffe werden unter anderem für Cremes und Lotionen der medizinischen Basispflege von Dr. Hauschka verwendet.
Die Mittagsblume ist eine sukkulente Pflanze, die aus Südafrika nach Europa gekommen ist. Deshalb ist die eigentlich mehrjährige Pflanze hier nicht winterhart. Ein sonniger Standort, der auch ruhig etwas trocken sein darf, entspricht ihr gut. Der Boden sollte humusreich und durchlässig sein. Zuviel Feuchtigkeit oder gar Staunässe bekommt ihr nicht gut. In ihren herzförmigen, etwas fleischigen Blättern speichert sie Feuchtigkeit. Die kleinen Blüten in den Farben weiß, rosa, gelb oder purpurrot erscheinen ab Juli. Ihre Blütezeit dauert bis zum ersten Frost. Die Mittagsblume erreicht eine Höhe von 5 bis 10 Zentimeter, weshalb sie sich gut als Bodendecker eignet.
Verblühtes sollte regelmäßig ausgeputzt werden, damit sich neue Blüten bilden können. Über eine Versorgung mit ein wenig Kompost freut sich die Mittagsblume. Kompost enthält alles, was die kleine, sonnenhungrige Pflanze benötigt. Sollte dieser natürliche Dünger nicht zur Verfügung stehen, kann sie auch mit einem Langzeitdünger für Blühplanzen oder alternativ mit einem Flüssigdünger versorgt werden.
Mittagsblumen sind genügsam und bleiben gesund, wenn ihnen der Standort zusagt. Stehen sie zu feucht, neigen die sukkulenten Pflanzen zur Wurzelfäulnis.
Nur in sehr milden Gegenden kann man versuchen, die Mittagsblume über den Winter zu bringen. Hierfür ist eine entsprechende Abdeckung mit einem luftdurchlässigem Vlies oder mit Tannenreisig notwendig.
Wird sie in Kübeln oder in Balkonkästen kultiviert, kann sie den Winter problemlos überstehen. Dafür genügt ein frostfreier Platz im Haus oder in der Garage.
Damit sich die Mittagsblume gut entwickelt, benötigt sie einen Pflanzabstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern.
Sie kann durch gut bewurzelte Stecklinge vermehrt werden. Dies empfiehlt sich für Pflanzen, die im Garten stehen und den Winter voraussichtlich nicht überstehen werden.
Wer die Mittagsblume selbst aussäen möchte, kann damit bereits im Februar auf der Fensterbank beginnen.
Ab Mitte Mai darf die kleine, sukkulente Pflanze ins Freiland umziehen.