
Zinnkraut ist auch unter dem Namen Ackerschachtelhalm bekannt. Schachtelhalme sind eine der ältesten Pflanzen dieser Erde und wuchsen hier schon vor 300 Millionen Jahren. Zinnkraut ist schon seit dem Mittelalter aufgrund seiner heilenden Wirkung beliebt. Es hilft bei vielerlei Beschwerden, vor allem bei Arthrose, Akne, Frauenleiden und auch bei Blasenentzündung. Zinnkraut wurde schon immer sehr vielseitig verwendet. Aus den Wurzeln und aus den grünen Stielen wird Tee bereitet, der medizinisch wirkt. Die jungen Triebe des Zinnkrautes benutzte man früher sogar, um Metall-Gefäße wieder zum Glänzen zu bringen.
Schachtelhalmpflanzen enthalten sehr viel Kieselsäure, daher sind sie vor allem bei Blasen- und Nierenerkrankungen wirkungsvoll. Auch in der Naturkosmetik findet Zinnkraut Verwendung, da es die Hautelastizität verbessert, die Poren der Haut verfeinert und für kräftigere Haare, Knochen, Zähne und gesunde Nägel sorgt.
Zinnkraut verbessert die Durchblutung und wirkt entzündungshemmend, so dass es auch bei Akne oder entzündeter Haut benutzt wird. Die wesentlichen Inhaltsstoffe von Zinnkraut sind Kieselsäure und Kalium, die besonders gesundheitsfördernd wirken. Kieselsäure verfeinert die Hautbeschaffenheit, wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Selbst der gepresste Saft von Schachtelhalmpflanzen wirkt blutstillend und kann als Wickel auf die verletzte Stelle aufgebracht werden.
In kleinen Mengen getrunken kann Zinnkrauttee sehr gesundheitsfördernd sein. Bekannt ist die Wirkung von Zinnkraut auch bei Bronchitis, chronischem Husten und Mandelentzündungen. Fußbäder von Zinnkraut oder das Einreiben mit einer Tinktur wirken gegen Schweißfüße und selbst Schuppenbildung am Haupthaar kann durch regelmäßige Zinnkrautspülungen verringert werden. Auch bei Frauenleiden wie zum Beispiel Menstruationsbeschwerden kann Zinnkraut helfen und es ist ebenso bekannt als Mittel gegen Scheidenpilze. Unwohlsein in der Schwangerschaft bekämpft der Tee genauso wie rheumatische Beschwerden, Durchblutungsstörungen oder Prostatabeschwerden - alles kann mit dem regelmäßigen Trinken von Zinnkrauttee positiv beeinflusst werden.
Menschen mit Herzinsuffizienz sollten Zinnkraut jedoch lieber meiden, da die harntreibende Wirkung den Gesundheitszustand verschlechtern könnte. Bevor man eine Eigentherapie vornimmt, ist vorsichtshalber immer der Arzt zu befragen.